Die in Sousse (Tunesien)
geborene Nebiha Ernez-Gribaa, war mit Ihrem Literaturdiplom zunächst
Englischlehrerin, ein Beruf den sie bald aufgab, um sich ihren Kindern und
der Malerei zu widmen.
Sie besuchte keine
Kunsthochschule; als Autodidaktin trat sie 1971 offiziell in die Welt der
Kunst ein, mit einer Austellung im Kulturzentrum in Alger.
Seither hat sich Nebiha Gribaa
stets durch ihre aussehrgewöhnliche Arbeit ausgezeichnet, und ihre Bilder
bereicherten Kunstgalerien aus aller Welt, in Sousse, Tunis, Monastir und
Hammamet, aber auch in Paris (1985, 1991, 1993, 1995), Luxemburg (1988),
Dubai (1996) und Marrakesch (1995).
Im Kontakt mit ihrer schillernden
Palette, fruchtbar und nie an Eingebung verlegen, führt sie uns in ihrem
figurativen Stil in eine regenbogenfarbene Welt, voller Leben, Kraft,
Liebe und Hoffnung, aber manchmal auch traurig; und erzählt was Worte
unmöglich ausdrücken könnten.
Vom Impressionismus beeinflusst,
hat die Malerin Nebiha Gribaa im Lauf der Zeit ihre eigene Technik
entwickelt, mit einem Pinselstrich versehen, der aus ihrer tiefsten Seele
kommt.
Ihre Werke strahlen ein Duft aus,
ein fremdländischer und melodiöser Ausdruck, welcher uns an eine
ritterliche arabische Vergangenheit errinnern, welche sonst in
Geschichtsbüchern gebunden ist. Der Blick auf ihre galoppierenden Pferde
vertieft, die Frucht einer nach Fiktion trachtender lebhaften Phantasie.
Sie sagt, dass sie Tunesien
malt... Aber sie drückt in Ihren Bildern den gesamten Maghreb aus! Es
sind diese unergreifbaren Gestalten, eingetaucht in eine köstliche
Traurigkeit, genährt an den Härten eines Lebens das uns unbekannt ist,
gefüllt mit einer unerklärten Lebensfreude welche aus dem Wesen Ihrer
Seelen zu entspringen scheinen, von Tunis nach Tanger über Algier, jede
im Schoss der alten Quartiere ihrer Stadt.
Mit Ihrem magischen Pinselstrich,
vermag es Nebiha Gribaa, die Traurigkeit im Ton der Hoffnung zu malen und
einer jeden Melancholie ein Licht das wiederbelebt zu entringen.