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  Teppiche und Wandteppiche  > Teppich Knüpferei und Weberei - Tunesien

TUNESISCHE TEPPICHE UND WANDTEPPICHE

 "Aus einer Notwendigkeit wurde ein Beruf für Frauen,
eine Leidenschaft und schliesslich ein nationales Gewerbe."

Am Scheideweg der Zivilisationen, ist Tunesien seit jeher ein Land der Begegnungen und auch gut bekannt für seine Weberei. Schon im Vten Jahrhundert vor Christus, rühmten griechische Dichter die Teppiche und Webereien Karthagos.Im ersten Jahrhundert des Islams, bezahlte das Emirat Aghlabides aus Kairouan den Tribut an den Kalifen von Bagdad zum Teil in Teppichen und Webereien. Später berichteten Reisende über den Gebrauch verschiedener Sorten Webereien in den Palästen, den Häusern und auch bei den einzelnen Stämmen, als Bodenteppiche, Wandteppiche, Sattelteppiche usw.

Tief in den Traditionen verankert, aber auch für äussere Anregungen offen, hat die Kunst der Weberei während der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts typisch tunesische Teppichvarianten hervorgebracht. Ursprünglich durch den Orientteppich inspiriert, vereinigen diese Teppiche die arabische Kultur mit lokalen und regionalen Einflüssen, traditionellenund ethnischen Charakteren, wobei sie auch immer den täglichen Notwendigkeiten entsprechen und manchmal mehrere Funktionen haben

Wandteppiche sind dekorative Textilarbeiten, die von Hand gewoben werden auf einem horizontalen oder vertikalen Webstuhl, wobei die Dekorationen aus den zusammengepferchten gefärbten Garnen (Wolle, Seide) entsteht, welche die Trägerfäden verbergen. Solche Teppiche können als Wanddekorationen, zur Bedeckung von Möbeln aber auch am Boden verwendet werden. Beispiele sind der "Mergoum" oder der "Klim".
Teppiche sind handgeknüpfte dekorative Textilwerke, in der Regel aus langhaariger Wolle, regelmässig geschnitten und geglättet auf einem vertikalen Webstuhl, vielfach mit einer samtweichen Oberfläche, die zur Bodenbedeckung dienen. Ein Beispiel ist der "Kairouan".

Die Legende sagt, dass die Einführung des Ghioda (Ghorza) Knoten und der darauf bauenden Weberei türkisch-anatolischen Ursprungs, auf „Kamla“, die Tochter eines türkischen Gouverneurs von Kairouan zurückgeht. Der „Kairouan“, nach der Stadt benannt in der er seinen (tunesischen) Ursprung hatte, ist der Vorfahre der verschiedenen heutigen tunesischen Teppichen. 
Es ist ein ländlicher Teppich aus langhaariger natürlicher oder gefärbter Wolle. Er enthält ein zentrales Feld welches meistens sechsseitig (hexagonal) ist, mit stilisierten Motiven übersähte Eckfelder sowie Rahmenbänder wo sich geometrische und Blumenmotive abwechseln.

Dieser Teppich wurde in einer Vielfalt von Varianten in verschiedenen tunesischen Städten eingeführt und übernahm dabei Einflüsse aus regionaler Handwerkskunst, religiösem Glauben, prophylaktischer Symbolik, Keramik- und Stickereidekorationen, usw. um den Kundenwünschen und Modetrends zu entsprechen.
Parallel zu der Einführung des Kairouans, haben sich die Paletten warmer und lebendiger Farben vervielfacht, nach der Phantasie der Handwerkerinnen. So entstand eine Abstufung von Blau, Grün, Schwarz und Weiss, wo sich die Schatten- und Lichtspiele abwechseln, abgegrenzt durch das Gelb der Wüste, wo die Dünen stets in Bewegung sind.

Nachdem am Anfang dieses Jahrhunderts, die Einführung künstlicher Farben und deren Typ eingeführt, der "Allouche“ welcher afehlerhafte Anwendung die Qualität des tunesischen Teppichs beeinträchtigten, wurde ein neuerusschliesslichdie natürliche Farbpalette der Schafswolle verwendet, von Weiss zu Schwarz, über die verschiedenen Grau-, Beige- und Brauntöne.

Der "Mergoum" und der "Klim" sind Webereien aus kurzgeschnittener Wolle, zusammengestellt aus Kombinationen von zwei einfachen geometrischen Muster: das Dreieck und der Rhombus. Sie gehören zu dem Jahrtausend alten Handwerk der ersten Bewohner.

Nordafrikas, den "Berber" und erinnern an deren Juwelen, Töpferei oder gar Tätowierungen.Ursprünglich hatte der tunesische Teppich weniger als 40000 Knoten pro Quadratmeter (20x20Textur). Heute kann er eine Feinheit von bis zu 250000 Knoten (50x50 Textur) erreichen, wobei die mittleren Texturen (30x30) und (40x40) am meisten gefragt sind.

Nachdem sie die feinen Texturen bei der Weberei mit Wolle beherrschen, befassen sich die tunesischen Teppichweber mit Seidenteppichen und werden dabei gefördert,durch dieNachfrageeiner lokalen und internationalen Kundschaft nach diesem dem Orient- oder Perserteppich ähnlichen Produkt.
So entstanden, durch die Vereinigung des ursprünglichen (Berber) Handwerks und den verschiedenen. 
Anpassungen einzelne tunesische Teppiche und Wandteppiche, welche sich internationaler Annerkennung erfreuen, dank ihrer Originalität oder ihrer exklusiven Zugehörigkeit zu den tunesischen Bräuchen.

 


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